Pflege-Bahr

Ohne Gesundheitsprüfung, aber mit Wartezeit

Seit Anfang 2013 gibt es eine staatlich geförderte privaten Pflegetagegeldversicherung. Jeder, der solch einen, nach gesetzlichen Vorgaben gestalteten, Pflegevorsorgevertrag bei einem privaten Versicherer abschließt, erhält eine staatliche Zulage von jährlich 60 Euro.

Dieses  - nach dem ehemaligen Gesundheitsminister - Bahr-Pflege genannte
Pflegetageld wird aber nur dann gezahlt, wenn der Versicherte bereit ist, einen
Eigenanteil von mindestens 10 € zu übernehmen. Der Monatsbeitrag muss also mindestens 15 € betragen (10 € Eigenanteil des Versicherten plus 5 € Förderzulage).

Welche Voraussetzungen gibt es? 
Es gibt kaum welche. Dies ist das positive an den Bahr-Policen.
Die Pflegeförderung kann jeder bekommen - unabhängig vom Einkommen und egal, ob privat oder gesetzlich krankenversichert. Die Pflege-Bahr Versicherungen sehen für die Aufnahme weder ein Alterslimit, noch eine Gesundheitsprüfung vor. Allerdings gibt es ein Mindestaler (18 Jahre). Die Versicherungen dürfen somit niemanden
ablehnen wegen eines zu hohen Alters oder wegen Vorerkrankungen (Kontrahierungszwang).

Einzige Ausnahme:
Wer zum Zeitpunkt der Antragstellung pflegebedürftig ist, kann sogar in einem Pflege Bahr-Tarif nicht mehr versichert
werden.

Wartezeiten:
Die Pflegebahr-Tarife sind mit einer Wartezeit von bis zu 5 Jahren ausgestattet (gerechnet ab Versicherungsbeginn). Das heißt, dass ein Leistungsanspruch im Falle der Pflegebedürftigkeit erst nach Ablauf der vorgesehenen Karenzzeit besteht.

Mindestleistung:
Im Pflegefall muss der Versicherungsschutz eine monatliche Zahlung von mindestens 600 Euro für Pflegestufe 3 vorsehen. Außerdem muss eine  Leistung für alle Pflegestufen enthalten sein, auch für Pflegestufe 0 (Demenz).


Fazit:
Selbstverständlich reichen die Leistungen aus der Bahr-Pflege nicht aus, wenn man lediglich den Mindestanteil von 10,- Euro monalich aufzubringen bereit ist. Da nach einer Faustregel mit einer monatlichen Versorgungslücke von ca. 1.500 Euro (Pflegestufe 3) zu rechnen ist, wird die anzustrebende Lückenschließung - je nach Alter - deutlich mehr kosten. Insofern fallen die 5,- Euro staatlicher Zuschuss kaum ins Gewicht. Hinzu kommt, dass die Preis- entwicklung der Bahr-Tarife sich wegen des Kontrahierungszwangs und der damit verbundenen Aufnahme von vielen kranken und alten Versicherungsnehmern als problematisch erweisen könnte. Wer gesund ist, sollte demnach eine freie, nicht von staatlichen Zwängen einge- schränkte Pflegelösung anstreben. Inzwischen gibt es gut ein dutzend Anbieter mit Pflege-Bahr-Tarifen. Zwei bis drei Anbieter stechen hier aus der Masse positiv hervor. Gerne erstellen wir Ihnen einen persönlichen Vergleich der unserer Ansicht nach besten Anbieter einer Bahr-Pflege und suchen - wenn gewünscht - die besten Angebote ohne staatliche Förderung für Sie heraus. Fordern Sie noch heute Ihr persönliches Angebot an. 

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